So steigerst Du Deine Chancen im Bewerbungsprozess

10 Expertentipps für Dich

Sobald man ein interessantes Stellenangebot entdeckt und sich für eine Bewerbung entschieden hat, möchte man sich von den vielen anderen Bewerbern abheben und den Job bekommen. Natürlich kann man seinen Lebenslauf und Anschreiben bis zum geht nicht mehr optimieren. Aber manchmal bleiben Fragen offen, wie man mit bestimmten Themen umzugehen hat, wie z.B. mit der Frage zur Gehaltsvorstellung oder ab wann darf man im Bewerbungsprozess sich nach dem Stand der Dinge erkundigen. Wir schauen uns gleich 10 Themen an, die immer wieder zu Fragen führen und hoffen, dass du die Tipps gut für dich nutzen kannst. Hast du weitere Fragen zum Thema Bewerben? Schreib sie uns unten ins Kommentarfeld oder eine E-Mail an bewerben@coach-me-up.de.

Los geht’s!

Bewerbungsübersicht

Nutze das Telefonat vor Deiner Bewerbung

Wenn du ein Stellenangebot gefunden hast, welches dich interessiert und es zu dem passt, was du dir vorgestellt hast, notiere dir ein paar (clevere) Fragen, welche du im persönlichen Telefon klärst. Zum Beispiel „Welche Erwartungen werden an die Position gestellt.“ Auch wenn es vielleicht etwas Überwindung kostet, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen, lohnt es sich massiv. Warum? Nur ca. 10 % der Bewerber greifen zum Telefonhörer während des Bewerbungsprozesses. Durch das Telefonat mit dem Personaler bleibst du in Erinnerung, zeigst Interesse am Unternehmen, kannst Sympathie aufbauen und hebst dich von der Masse ab. Der Personaler wird sich auf deine Bewerbung freuen, eventuell darauf warten oder mindestens deinen Namen wiedererkennen.

Tipp
Wenn du dich entschieden hast, das Unternehmen anzurufen, dann ist es wichtig, dass du Fragen stellst, die nicht schon in der Stellenanzeige beantwortet sind. Eigentlich klar, oder? Sprich, deine Fragen und das daraus entstehende Gespräche, müssen inhaltlich einen Mehrwert bringen. Auf beiden Seiten! Sonst kann sich das Telefonat auch schnell negativ auswirken. Wenn du Input für eventuelle Fragen benötigst: Schau dir die Checkliste aus dem Beitrag „Tipps zur Stellenauswertung“ an oder schreib uns an bewerben@coach-me-up.de.

Überzeuge mit Deinem Anschreiben

Die Personaler/Recruiter bekommen mehrere hunderte von Bewerbungen auf ausgeschriebene Positionen. Somit bleibt gar nichts anderes übrig, als die Bewerbungsunterlagen erst einmal grob zu überfliegen (Screening im Fachjargon) und da zählt der Erste Eindruck. Ist die Formatierung ordentlich? Haben Anschreiben und Lebenslauf dieselbe Schriftart und Schriftgröße? Sind bestimmte Schlüsselwörter enthalten? Gibt es eine roten Faden und – ganz wichtig – passt die Bewerbung inhaltlich zur Stellenanzeige. Das Anschreiben sollte möglichst knapp gehalten werden und niemals über 1 Seite hinausgehen.

Erzeuge Aufmerksamkeit und vermeide im Anschreiben bitte Standardsätze wie:

  • „hiermit bewerbe ich mich auf …“
  • „zu Ihrer Stellenanzeige passe ich perfekt, weil …“
  • „mit großem Interesse …“
  • „mit großer Freude…“

Die meisten Recruiter lesen zuerst den Lebenslauf. Ist der Bewerber interessant, passen seine beruflichen Stationen zur ausgeschriebenen Stelle, dann wird das Anschreiben gelesen. Somit kann man im Anschreiben direkt Bezug auf 2-3 Stichworte nehmen, die in der Stellenanzeige verlangt werden. Berufseinsteiger haben natürlich noch nicht so viel berufliche Erfahrung, um die gewünschten Anforderungen belegen zu können. Hier kann man auf die Soft Skills eingehen. Wird z.B. Innovation oder Kreativität gewünscht kann man dies mit Schul-, Studium- oder Freizeitaktivitäten belegen. Hast du an der Neugestaltung der Schulhomepage mitgewirkt, dann erwähne das. Innovation und Kreativität sind hier gefragt.

Zum Beispiel:

  • „… ich möchte Ihnen gleich zu Beginn drei Gründe nennen, warum Sie von mir als neuem Mitarbeiter profitieren werden: 1. …
  • „… als XYZ bei einem führenden Anbieter für Kabeltechnologie bin ich unter anderem verantwortlich für …“
  •  „Sie suchen einen Controller mit Vertriebskenntnissen? Dann lesen Sie sich bitte meine Bewerbung durch. Die Anforderungen … und … kann ich bereits in meiner jetzigen Position als … verantworten.“
Praxistipp

Es mag simpel sein, aber achte auf deinen Schreibstil. Wir erzählen anders als wir schreiben. Deswegen solltest du deine Selbstpräsentation unbedingt in einen Erzählstil bringen. So hört sich deine Selbstpräsentation lebendig, glaubwürdig und authentisch und nicht auswendig gelernt an.

Gehaltsvorstellung – Was kannst Du verlangen

Oft wird man aufgefordert, seine Gehaltsvorstellung anzugeben. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder eine konkrete Zahl (z.B. 40.000 € p.a.) oder eine realistische Spanne (… liegt zwischen 38 T€ und 41 T€ p.a.) zu nennen. Gib aber unbedingt deine Gehaltsvorstellung an, wenn es in der Stellenanzeige verlangt wird, sonst nimmt man an, dass du die Anzeige nicht aufmerksam gelesen hast.

Praxistipp
Manchmal weiß man nicht genau welchen Betrag man verlangen kann. Oder man befürchtet, bei einer zu hohen Angabe direkt aussortiert zu werden und bei zu wenig, eine Chance verpasst zu haben. In diesem Fall kann man schreiben: „Meine Gehaltsvorstellung ist im Bereich von 45 T€ p.a. verhandelbar.“ Auf Xing findest du einen Gehaltsvergleich.

Ein Lebenslauf der glücklich macht

Dein Lebenslauf muss nicht aus bunten Grafiken und vielen Farben bestehen. Ein klares, gut leserliches Design ist in diesem Falle mehr. Viele Personaler/Recruiter drucken die Unterlagen beim interessanten Bewerben aus. Einmal, um sich darauf bei einem vorgestellten Telefoninterview Notizen zu machen und zum anderen, um die Unterlagen mit in das Gespräch zu nehmen. Keiner möchte den Drucker erst auf schwarzweiß einstellen müssen oder zu viel Druckerfarbe verschwenden, nur weil das Deckblatt einen blauen Hintergrund hat. Ganz modern sind zurzeit Lebensläufe im sogenannten Infografik Stiel. Das sind Lebensläufe, die sich hauptsächlich durch Grafiken und Icons auszeichnen. Natürlich ist das ein absoluter Blickfang und erzeugt Aufmerksamkeit. Auf der anderen Seite wirken diese Lebensläufe teilweise unruhig und unübersichtlich. In manche Grafiken muss sich der Entscheider erst rein denken und da stellt sich die Frage, inwieweit der Personaler darauf Lust hat. Ob sich Infografik Lebensläufe durchsetzen, werden wir sehen.

Praxistipp

Es mag simpel sein, aber achte auf deinen Schreibstil. Wir erzählen anders als wir schreiben. Deswegen solltest du deine Selbstpräsentation unbedingt in einen Erzählstil bringen. So hört sich deine Selbstpräsentation lebendig, glaubwürdig und authentisch und nicht auswendig gelernt an.

Achtung E-Mail-Adresse

Achte unbedingt darauf, dass Du eine seriöse E-Mail-Adresse hast! bondgirl@gmx.de oder badman@hotmail.com bringen Personaler eher zum Lachen, aber dich nicht zum Vorstellungsgespräch. Deine Anhänge sendest du immer als PDF-Datei niemals als Word-Datei. Was schreibt man nun in die E-Mail, wenn sich das Anschreiben bereits in der Bewerbung als PDF-Datei befindet? Es reicht ein Einzeiler in der E-Mail mit dem Verweis auf deine Bewerbungsunterlagen. Z.B.: „… gerne sende ich Ihnen im Anhang meine vollständige Bewerbung auf die Stellenausschreibung XYZ. Ich freue mich von Ihnen zu hören.“

Wie verpackst Du Deine Zeugnisse

Häufig wird gefragt, ob alle Zeugnisse mitgesendet werden müssen. Hier gibt es wieder Varianten. Steht die Antwort bereits in der Stellenanzeige? Ansonsten kommt es darauf an, um welche Position es sich handelt. Bei Berufseinsteigern empfiehlt es sich alle Zeugnisse mitzusenden. Hat man schon einige Unternehmen in seinem Werdegang aufgeführt, dann reichen die letzten drei Arbeitgeber. Wenn Zeugnisse fehlen, wird die Personalabteilung sich bei dir melden und nachfragen. Spätestens beim Arbeitsbeginn müssen alle Zeugnisse vorliegen.

Praxistipp

Es mag simpel sein, aber achte auf deinen Schreibstil. Wir erzählen anders als wir schreiben. Deswegen solltest du deine Selbstpräsentation unbedingt in einen Erzählstil bringen. So hört sich deine Selbstpräsentation lebendig, glaubwürdig und authentisch und nicht auswendig gelernt an.

Initiativbewerbung – Ergreife Deine Chance

20 bis 30 Prozent aller Arbeitsplätze werden durch Initiativbewerbungen besetzt. Es lohnt sich also durchaus nach Unternehmen zu suchen, welche dich wirklich interessieren und begeistern. Denn darauf kommt es bei der Initiativbewerbung an: Die Frage zu beantworten, warum gerade das Unternehmen dich begeistert und welchen Mehrwert du dem Unternehmen bieten kannst.

Praxistipp

Es mag simpel sein, aber achte auf deinen Schreibstil. Wir erzählen anders als wir schreiben. Deswegen solltest du deine Selbstpräsentation unbedingt in einen Erzählstil bringen. So hört sich deine Selbstpräsentation lebendig, glaubwürdig und authentisch und nicht auswendig gelernt an.

Dankesschreiben – Bleibe im Gedächtnis

Nach dem Vorstellungsgespräch ist es üblich, eine E-Mail an einen der Gesprächspartner oder an alle zu schreiben und sich dort nochmals für das Gespräch zu bedanken. Man sollte unbedingt Bezug auf das Gespräch nehmen und erwähnen, wie sehr das gemeinsame Gespräch den Wunsch die Position anzutreten verstärkt hat.

Keiner meldet sich – Wann fragst Du nach

Manchmal vergeht die Zeit und nichts passiert. Das kann schon damit beginnen, wenn man die Bewerbung versendet und man bekommt keine Rückmeldung. Wann sollte man Geduld zeigen und ab wann nachfragen? Folgende Faustregeln können beachtet werden:

Bewerbung versendet und keine (automatische) Eingangsbestätigung bekommen? Dann solltest du nach ca. 1 Woche nachfragen, ob deine Bewerbung angekommen ist und direkt auch nach dem Stand der Dinge.

Bewerbung versendet, Eingangsbestätigung bekommen, aber nichts passiert? Dann kannst du nach ca. 3 Wochen nachfragen, wo du im Bewerbungsprozess gerade stehst.

Vorstellungsgespräch gehabt und keiner meldet sich bei dir? Hier solltest du nach ca. 14 Tagen nachfragen, ob es bereits eine Entscheidung gibt.

Praxistipp

Es mag simpel sein, aber achte auf deinen Schreibstil. Wir erzählen anders als wir schreiben. Deswegen solltest du deine Selbstpräsentation unbedingt in einen Erzählstil bringen. So hört sich deine Selbstpräsentation lebendig, glaubwürdig und authentisch und nicht auswendig gelernt an.

Verliere nicht den Überblick – Nutze unsere Checkliste

Man denkt es nicht aber nach ca. 3-4 Bewerbungen auf verschiedenen Stellen verliert man den Überblick. Mit welchen Unternehmen habe ich vor der Bewerbung telefoniert? Wie hieß der Ansprechpartner? Wann war das Eintrittsdatum? Die Liste kann hier beliebig verlängert werden. Du solltest unbedingt die wichtigsten Rahmendaten aufschreiben und die Stellenausschreibung ausdrucken oder speichern. Teilweise wird der Link zur Stellenausschreibung gelöscht, wenn es bereits genügend Bewerber gibt.

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